Die Vorbereitung

Wie man sich wahrscheinlich schon vorstellen kann, braucht es sehr viel Zeit, Energie und Planung um ein achtwoechiges Therapieprogramm mit Jugendlichen aus Deutschland durchzufuehren.  Wir Betreuer haben uns eine Woche vor der Ankuft des Teenagers in Oregon getroffen um alle noetige Sachen fuer den Trek vorzubereiten. 

 

Wir haben jeden Rucksack von den Jugendlichen gepackt.  Das heisst, die Sachen wie Kleider, Schlafsack, Sonnenbrille, Zahnbuerste, usw., die die Jugendliche neu bekommen, mussten wir kaufen, und die Sachen wie Kocher, Zelt, Rucksack, usw., mussten wir vom Keller sammeln und teilweise auch reparieren.  Es hoert sich vielleicht nicht so anstrengend an, aber es ist schon ziemlich muehsam und zeitaufwendig. 

 

Wir mussten auch das ganze Essen fuer die Jugendliche (und natuerlich unser Essen auch) fuer den ganzen Trek, also 3 Wochen, vorbereiten.  Catherine Freer hat bestimmte Mahlzeiten fuer den Trek entworfen, die gesund und die furs Wandern und Kochen auf dem Kocher (oder Lagerfeuer) geeignet sind.  Die Jugendliche bekommen jede Woche eine bestimmte Menge vom Essen und sie muessen selber das Essen einteilen damit es fuer die ganze Woche reicht.  Ein Paar Beispiele vom Essen sind: Teigwaren; getrocknete Bohnen, Gemuese, Zwiebeln, Kartoffeln und Milch; Reis und Linsen; Griessbrei und Haferflocken; Tee; Wurst und Kaese; usw.  Es gibt eigentlich viele verschiedene Mahlzeiten die die Teenagers mit diesen Zutaten machen koennen.  Natuerlich geben wir ihnen am Anfang ein Paar Tips ueber was sie machen koennen, und es ist wirklich unglaublich zu sehen wie kreativ manche Jugendliche in der Kueche sind.  In der ersten Phase, also Trek, haben die Jugendliche immer allein gegessen.  Es ist auch eine Erwartung, dass die Jugendliche zweimal am Tag etwas Warmes isst.  Sie muessen das Essen einem Betreuer vorzeigen und alles aufessen was sie kochen. 

 

Wir haben auch waehrend dieser Woche viele Besprechungen gehalten.  Wir haben die Akten von den Jugendlichen bekommen und nachdem wir sie gelesen haben, haben wir viel darueber diskutiert. 

 

Catherine Freer bietet immer verschiedene Kurse, Seminare und Vortraege an, die mit Wildnistherapie, Jugendlichen, usw zu tun hat.  Als Betreuer oder Therapeut bei Catherine Freer ist es erwartet das man im Jahr eine bestimmte Anzahl von diesen Kursen besucht.  In dieser Woche haben einige von uns auch Kurse besucht.                

 

Ueber die Wanderroute in der Wueste haben wir auch viel gesprochen.  Am wichtigsten war- was waere wenn Student X nicht wandert oder was waere wenn wir nicht in einer Woche zu den Rationen, also das Essen fuer die kommende Woche, schaffen.  Laut dem Programm von Catherine Freer wird es am ersten Tag nicht gewandert, oder wenn schon, dann nur eine sehr, sehr kurze Strecke.  Der Sinn dahinter ist vielfaeltig: einige Jugendliche muessen sehr weit fahren um das Programm in Oregon zu erreichen, vorallem die Deutschen, und wahrscheinlich haben sie waehrend der Reise nicht viel getrunken oder gegessen.  (Auf der Fahrt in die Wueste mit den Deutschen haben wir ihnen viel Wasser, Sportgetraenk und Essen vorbereitet.)  Das heisst, es ist zu gefaehrlich gleich am ersten Tag 16 Km zu wandern.  Manche Jugendliche wohnen um eine sehr niedrige Seehoehe zu Hause und die Wueste Oregons liegt viel hoeher.  Es ist schon klar, dass man nicht innerhalb von einem Tag sich an die Seehoehe in Oregon daran gewoehnen kann, aber je langsamer man sich daran gewoehnt desto besser.  Deswegen wandert man auf einem Trek jeden Tag ein bischen weiter als der Tag zuvor.  Und wahrscheinlich der wichtigste Grund warum am Anfang vom Trek nicht viel gewandert wird ist Entzug.

 

Nach einer Woche viel Arbeit, und fuer andere nach Monaten, bin ich spaet am Abend bevor der Ankuft des Teenagers sehr aufgeregt und sehr gespannt todmuede ins Bett gefallen… -Kris

 

        

~ by snyelmn on April 9, 2008.

 
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